Allgemein Change Werte

U-Prozess und die Phase des Presencing

Um in Transformationsprozessen tatsächlich etwas Neues, Innovatives und Sinnhaftes entstehen lassen zu können, unterstützt das Modell des U-Prozesses von Otto Scharmer (Senior Lecturer am Massachusetts Institut of Technology (MIT). Es beschreibt einen Entwicklungsprozess, der Schritt für Schritt Perspektiven verändert und somit grundlegende Potenziale freisetzt, die dann sinnstiftend umgesetzt werden.

Die Bewegungen im Prozess U sind zum einen der Blick aus der Zukunft zurück auf das Hier und Jetzt und zum anderen eine Bewegung in die Tiefe über drei Ebenen: Öffnen des Denkens, Öffnung des Fühlens und Öffnung des Willens.

Quelle: Presencing Institute / Otto Scharmer

Der Prozess gewinnt strukturiert an Qualität und führt einfach zum Wesentlichen. Hier, Otto Scharmer nennt es die Quelle in der entscheidenden Phase des Presencing, kommen Menschen, Organisationen oder gesellschaftliche Bewegungen spürbar in Kontakt mit ihrem Ursprünglichem und entwickeln – mit Blick aus der Zukunft – wirklich Bedeutendes. Im Verlauf des U-Prozesses wird nun mit Begeisterung ein Prototyp entwickelt, erprobt und umgesetzt.

Klingt komplizierter als es ist, wenn wir es über unseren Verstand – also nur auf Ebene des Denkens erfassen möchten. Daher einfach mal eine praktische Erfahrung damit machen.

Ob der U-Prozess dabei schon vor Otto Scharmer existierte oder ob dieses Modell, das auch Theorie U genannt wird, nur eine Managementmode und keine nachweisliche Theorie darstellt, sind berechtigte Fragen, die in der Anwendung in einem Praxisfall in den Hintergrund treten dürfen.

Hier erfährst du über das praktische Vorgehen in einem Beispiel:
https://www.if-future-design.de/wp-content/uploads/2018/04/Methodenhandbuch_Theorie-U.pdf

Und hier liest du Grundlegendes und Vertiefendes:

C. Otto Scharmer: „Essentials der Theorie U“ – Grundprinzipien und Anwendungen

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